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Dieser Artikel ist am 14.02.2013 in der Geislinger Zeitung erschienen.

14 Projekte für mehr Toleranz




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Das Bundesprogramm "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" geht ins dritte Jahr. 2013 unterstützt die Geislinger Stadtverwaltung 14 Projekte. Dazu gehören spannende Mitmach-Aktionen für die Bürger.
Eine Zeitreise ins 13. Jahrhundert, Musik für alle Generationen und Integrations- und Sprachkurse für ausländische Mütter - das sind drei der 14 Projekte aus Geislingen, die in diesem Jahr mit Mitteln des Bundesprogramms "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" unterstützt werden. Die Stadtverwaltung Geislingen nimmt seit 2011 an dem Programm des Bundesfamilienministeriums teil und hat dafür den lokalen Aktionsplan "Wir schaffen Verständnis" ausgearbeitet (wir berichteten mehrfach).

In den vergangenen beiden Jahren wurden 30 Projekte mit 155 000 Euro gefördert. Auch die 14 Projekte, die dieses Jahr mit 90 000 Euro unterstützt werden, haben das Ziel, die soziale Integration, das Demokratieverständnis, Toleranz und politische Bildung zu fördern.

Zwar hätten Irene Cziriak und Thomas Franz von der Geislinger Koordinierungsstelle des Bundesprogramms dieses Jahr gerne den Schwerpunkt auf Projekte zur demografischen Entwicklung gelegt. Doch dazu wurden nur wenige Projekte eingereicht. "Das Thema ist halt sehr theoretisch und für viele Vereine vielleicht noch nicht so virulent", meint Thomas Franz.

Mit der allgemeinen Nachfrage sind er und Cziriak aber sehr zufrieden. "Das Programm ist mittlerweile bekannt, die Leute haben angebissen und sich gleich beworben", sagt Irene Cziriak. Hilfreich sei sicher die erstmals veranstaltete Projektentwicklungswerkstatt im September gewesen, bei der Interessierte von Vereinen und Einrichtungen gemeinsam mit den städtischen Mitarbeitern an ihren Ideen feilen und sich gegenseitig kennenlernen konnten. "Da haben viele das erste Mal voneinander gehört", so Franz. Nur ein Projekt mussten er und Cziriak ablehnen, weil es nicht zum Inhalt des Programms passte. Etwa die Hälfte der Teilnehmer sei in den beiden Vorjahren bereits mit Vorläuferprojekten beteiligt gewesen.

Die 14 ausgewählten Projekte werden in den kommenden Monaten umgesetzt. Die Geislinger erwartet viel Spannendes - und etliche Gelegenheiten, sich mit einzubringen: So will der Verein "Die Helfensteiner" mit möglichst vielen Vereinen und Bürgern aller Altersschichten das Leben auf einer Burg im 13. Jahrhundert ergründen und der Frage nach dem damaligen Demokratieverständnis nachgehen. Der Verein der Freunde und Förderer der Geislinger Musikschule lädt Musikinteressierte aller Nationen und jeden Alters dazu ein, gemeinsam zu musizieren. Die "Evangelische Allianz" veranstaltet ein Jugendzelt mit bis zu 200 Jugendlichen an der Geislinger Lindenschule. Das Geislinger Literaturnetzwerk bietet Deutschunterricht und Alltagshilfe für ausländische Mütter und das Geislinger Haus der Familie trommelt bei "Drums Alive" mit Jugendlichen mit und ohne Behinderung. Der Geislinger Stadtjugendring wiederum will Vereine und Jugendverbände in der Sponsorensuche schulen - diese Idee überzeugte nicht nur Cziriak und Franz, sondern auch das Bundesfamilienministerium, das damit bundesweit als Modellprojekt werben will.

Auch die weiteren Signale des Bundesfamilienministeriums über das laufende Jahr hinaus stimmen Irene Cziriak und Thomas Franz zuversichtlich: 2014 soll das Bundesprogramm zur Toleranz vermutlich weitergeführt werden. Die Geislinger wären gerne weiterhin dabei - wenn der Gemeinderat zustimmt.

Autor des Artikels

Kathrin Bulling

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