Evangelische Stadtkirche Geislingen

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Die 1424 - 1440 erbaute, heute evangelische, Stadtkirche ist mit ihrem hohen Mittelschiff und dem 63 Meter hohen Turm eine der imposantesten Sehenswürdigkeiten in Geislingen an der Steige.

Geschichte

Aus der Architektur lässt sich schließen, dass der Bau der spätgotischen Pfeilerbasilika unter der Oberleitung der Ulmer Münsterbauhütte gestanden hat. Wegen des verwendeten porösen Tuffsteins aus der Geislinger "Steingrube", der kaum bildhauerische Bearbeitung zuließ, ist der Bau sehr schlicht gehalten. Es finden sich keine Schmuckplastiken.

Zum Erhalt dieser Kirche hat die Evangelische Gesamtkirchengemeinde eine Stiftung gegründet: Die Geislinger Drei-Kirchen-Stiftung. Freunde der Kirche sind aufgefordert, sich zu beteiligen.

Chorgestühl

Besonders sehenswert ist das 1512 von Jörg Syrlin d. J. geschnitzte Chorgestühl aus Eichenholz. Es findet seine Ergänzung in der Levitenbank. Erkennbar sind der Reichsadler sowie das Ulmer und Geislinger Wappen.

Seitenaltar

In der Kirche befindet sich ein Marien- oder Sebastiansaltar. Geschaffen wurde er vom Ulmer Meister Daniel Mauch um 1529. Deutlich erkennbar ist in der Mitte des Schreines die hl. Jungfrau Maria. Sie ist die Schutzpatronin der Kirche. Unterhalb des Altarbildes sind zwei Gruppendarstellungen des Fegfeuers erkennbar, die vermutlich von Jörg Syrlin (der Ältere) stammen. Auf den Innenseiten der Flügel sind der hl. Rochus (linker Flügel) und die hl. Elisabeth (r.) zu finden. Die Darstellung des Heiligen Sebastian ist im Baldachin erkennbar. Der Altar befindet sich im Chor der Kirche, diente ursprüchlich jedoch wohl als Seitenaltar.

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