Auf Geisterspiele kann nicht verzichtet werden

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Lothar Bindert verteidigt die Geisterspiele in der Bundesliga.

Zu „Die Gralshüter der reinen Lehre“ vom 5. Mai

In diesem Artikel wurde über den Fanclub Filstalborussen ein Eindruck vermittelt, der differenzierter erläutert werden muss. Ich möchte als erster Vorsitzender der Filstalborussen (34 Mitglieder) ergänzende Aspekte einbringen. Wir haben in großer Anzahl, Mitglieder und Sympathisanten, das Champions League-Spiel gegen Paris Saint-Germain (ohne Zuschauer im Stadion), in unserem Vereinslokal Spitze angeschaut.

Ich denke ein Teil von uns wird dies auch zukünftig tun. Es ist aber bei den Filstalborussen wie in der Gesellschaft. Es gibt verschiedene Meinungen und das ist gut so. Keiner von uns findet Geisterspiele gut. Ein Teil ist aber bereit, dieses Übel zeitlich befristet hinzunehmen. Uns allen ist gemein, wir lieben den Fußballsport und insbesondere unsere Borussia aus Dortmund.

Die Vereine der ersten und zweiten Bundesliga sind mittelständische Unternehmen. Die Geschäftsführer tragen Verantwortung für den Verein, ihre Mitarbeiter und Mitglieder, nicht nur für die viel zu viel verdienenden Profi-Millionäre.

Herr Hoeneß von Bayern München sagt: „Er halte die Geisterspiele für fragwürdig, doch angesichts der wirtschaftlichen Lage der Vereine für lebensnotwendig und alternativlos.“ Herr Watzke von Borussia Dortmund sagt: „Die Bundesliga so lange ruhen zu lassen, bis wieder Zuschauer ins Stadion dürfen, wäre für die Vereine wirtschaftlich nicht durchzuhalten.“

Es geht hier nicht nur um ein zwei Monate, sondern unter Umständen über ein halbes Jahr, das finanziell überbrückt werden muss. Wenn man möchte, dass auch in der Zukunft ein Derby zwischen dem BVB und Schalke 04 stattfindet, kann auf Geisterspiele nicht verzichtet werden.

Wir leiden alle unter dem Virus, sind jetzt aber in einer Phase, in der an jedem Tag diskutiert und abgewogen wird, welche Lockerungen vertretbar und möglich sind. Darüber freue ich mich. Die Vereine der Bundesligen wollen/müssen nur vorübergehend im leeren Stadion spielen, um zu überleben. Das halte ich für vertretbar.

Lothar Bindert, erster Vorsitzender
Fanclub Filstalborussen e.V.,
Geislingen

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