Rückblick auf zwei sehr intensive Wochen

Veröffentlicht von Chris Blessing · 14. Mai 2018 ·
Ein tagebuchartiger Rückblick auf eine Reihe von Auftrittstagen im Frühjahr.
  1. „Im Winter ist kein Brot zu hart, im Sommer ist nichts gut genug.“

    Dieses alte Artisten-Sprichwort erlebe ich seit letztem Jahr selbst. Denn da ich bisher mit meinen Shows zu einem großen Teil auf Outdoor-Veranstaltungen spiele, sind meine Auftritte aus dem Winter schnell erzählt. Mit dem April dagegen beginnt die Festival-Saison.

    Eine besonders intensive Auftrittsphase hatte ich zwischen dem 28. April und dem 13. Mai: Innerhalb von 16 Tagen spielte ich an neun Tagen 25 Shows und konnte mir damit fast zwei Monate Leben finanzieren.

    Hier ein Rückblick auf diese Zeit:

    Sa, 28. April: Spontan hatte ich einen Tag zuvor auf das kurzfristige Angebot zugesagt und so kam es, dass ich von Stuttgart ins badische Gernsbach fuhr. Um genau zu sein: Auf die Murginsel, denn dort war ein gemütliches Mittelalterdorf aufgebaut, bei dem ich drei Tage lang den Gaukler spielen durfte. Zwar ohne ein wirklich mittelalterliches Programm, aber dennoch mit viel Spaß auch für die Zuschauer. Shows barfuß im Gras tun da besonders gut und das Wetter hat mitgemacht. Dabei gab es dann auch noch die Premiere meiner Feuerstabnummer und ich hatte für zwei Nächte eine Turnhalle ganz für mich allein :) IMG_20180428_143729.jpg

    Mo, 30. April: Ein enger Zeitplan: Noch zwei Shows in Gernsbach, dann schnell eingepackt und zurück nach Stuttgart, wo ich beim Maifest auf dem Marienplatz ebenfalls zwei Mal ran durfte, hier auch mit der Premiere der neuen Version meiner Feuer- und Leuchtjonglageshow 'Farbenfeuer 2.0'

    Di, 1. Mai: Weiter ging es auf dem Marienplatz mit drei Shows bei gutem Wetter und großzügigem Publikum, somit vollen Hüten.

    Mi, 2. Mai: Heute fand als „Erholung“ von den letzten Auftritten ein Fotoshooting in der Hochschule der Medien statt, wo eine befreundete Studentin mich in meinen Herzjongleur-Rollen in Szene setzte. Anstrengend, aber auch mit viel Spaß und guten Ergebnissen verbunden!

    Fr, 4. Mai: Einer meiner seltenen „Auftritte“ als Zirkuspädagoge: In Altensteig im Nordschwarzwald durfte ich beim Betreuerfortbildungswochenende des AWO Jugendwerks der AWO etwa 20 lernwilligen BetreuerInnen das Jonglieren beibringen. Das dürfen diese dann auf Freizeiten an Kinder und Jugendliche weitergeben

    Sa, 5. Mai: Weiter geht es von Altensteig in die Alte Heimat, Geislingen/Steige, wo ich beim ersten Street Food Markt meine Shows spielte. Schön, im Publikum dabei auf (alt)bekannte Gesichter zu treffen!

    So, 6. Mai: Erstmals trat ich in Eliszis Jahrmarktszelt im Stuttgarter Killesbergpark auf. In einem Zirkuszelt zu spielen, ist immer was Besonderes und diesmal war es gut besucht mit gleich vier Geburtstagskindern. Ich bot eine Mischung aus Straßenshow und Feuer- und Leuchtjonglage.

    Do, 10. Mai: Nach ein paar Tagen Pause gleich zwei Veranstaltungen: Zunächst auf der Bühne des Geislinger RätscheGartens, wo ich schon einige Fußballspiele bei Public Viewings verfolgt habe. Toll, selbst mal dort zu spielen, im Rahmen des Kunsthandwerkermarkts. Auch hier einige bekannte Gesichter: ehemalige Zirkuskinder sowie meine Eltern und deren Freunde.

    Dann gleich weiter zum nächsten Auftritt bei Eliszi, mit der Premiere von 'Superjongleur', der kinderfreundlichen Version von 'Herzjongleur'. Aufgrund des wechselhaften Wetters war aber nicht viel los im Zelt.

    Fr, 11. Mai: Day off, also ein Regenerationstag mit der Vorbereitung auf den großen Show-Samstag!

    Sa, 12. Mai: Fünf Shows an einem Tag! Ich glaube, das hatte ich noch nie. Vier davon beim Straßenkunstfestival in Esslingen und wieder tollem Wetter, der Straßen-Premiere der Herzjongleure und vielen Bekannten und FreundInnen, sowohl im Publikum als auch bei den Kollegen.

    Auch danach keine Atempause, stattdessen: einpacken und weiter nach Stuttgart-Degerloch, wo ich im Rahmen der Show meiner Zirkusschule eine neue Trampolin-Jonglage-Nummer zeigte. Erst danach stellte ich fest, dass ich seit zehn Stunden nichts gegessen hatte... Voller Adrenalin war mir das gar nicht aufgefallen. Nach Hause fahren, essen und den ESC gucken.

    So, 13. Mai: Zum Abschluss dieser zwei intensiven Wochen nochmal die Superjongleure, Feuer- und Leuchtnummer bei Eliszi gespielt und danach im Bett entspannt!



    Ein Stück weit könnte man mein Arbeitsleben mit dem von Profifußballern vergleichen, nur dass ich solo unterwegs bin: Im Winter die Saisonvorbereitung, das Erarbeiten meines aktuellen Programms, im Frühjahr geht es langsam wieder los mit dem einen oder anderen Testspiel bei Open Stages und im April und Mai, wie auch im Fußballkalender, dann die „englischen Wochen“ mit teilweise zwei oder drei Auftrittstagen pro Woche und den auch finanziell wichtigen „Spielen“.

    Im Sommer steht die Fußball-WM an. Mal schauen, wie ich das auf mich übertragen kann ;)

    Über den Autor

    Chris Blessing
    hollosch gefällt das.

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