OB Dehmer und Professor Doderer (GRUPPE DREI GmbH) stellen erarbeitetes Stadtmarketingkonzept vor

Der Grundstein für die Entwicklung des Startmarketingkonzeptes wurde während des MACH5 Prozesses gelegt und das Stadtmarketing während der...
Bewertung:
5/5,
  1. Kai Harth
    Veröffentlicht von Kai Harth, 23. März 2018 | |
    Stadtmarketing.jpg

    Der Grundstein für die Entwicklung des Startmarketingkonzeptes wurde während des MACH5 Prozesses gelegt und das Stadtmarketing während der Klausurtagung des Gemeinderates zu MACH5 als Baustein aufgenommen. Dabei war schnell klar, so OB Dehmer, dass es dabei wichtig ist den Ist-Zustand aus einem neutralen Blickwinkel zu betrachten und somit jemand Außenstehendes damit beauftragt werden sollte. Dies wurde im Oktober 2015 vom Gemeinderat beschlossen und die Agentur GRUPPE DREI GmbH beauftragt über 2-3 Jahre das Stadtmarketingkonzept zu erarbeiten. Die Verträge hierzu wurden im Dezember 2015 unterschrieben (zum Artikel) und mit der Arbeit begonnen.

    Stadtmarketing sei notwendig, da auch unter den Städten und Gemeinden ein gewisse Konkurrenz bestehe um neue Bürger und sich evtl. ansiedelnde Firmen dazu zu bewegen sich in der Gemeinde niederzulassen. Stadtmarketing soll die Interessengemeinschaften einbinden und mit auf den Weg nehmen, dazu ist es notwendig sämtliche Organisationen wie Firmen, Handel, Vereine, Kirchen, Bürger und weitere Organisationen mit ins Boot zu nehmen und zu motivieren sich einzubringen. Ein Basis dazu sollen auch in Zukunft Workshops sein, in der die beteiligten Interessengemeinschaften sich aktiv an der Gestaltung beteiligen können und sollen.

    Professor Doderer sprach zuerst ein Kompliment an alle Beteiligten für die produktive Zusammenarbeit über die gesamte Zeit aus und erläuterte nochmals die Entwicklung des Konzeptes. Zu Beginn wurde ein Bestandsaufnahme gemacht, dabei wurden unter anderem 40 Mystery-Shoppings und Gastronomie Besuche getätigt und bewertet. Dabei wurde auf die Freundlichkeit des Personals, die Ausstattung, die Dekoration usw. geachtet. Zudem wurden Bürger und Bürgerinnen aus Geislingen befragt, wie sie ihr Geislingen wahrnehmen. Dabei stellte sich heraus, dass die Geislinger selber ihre Stadt eher weniger positiv wahrnehmen. Im Vergleich dazu sehen Personen aus den umliegenden Städten und Gemeinden Geislingen als sympathische und freundliche Stadt.

    Im zweiten Schritt wurden unter anderem auch durch Workshops Strategien und Ideen gesammelt, die Besonderheiten der Stadt und Vorzüge ermittelt. Aus diesen Workshops wurden bereits erste Ideen in die Tat umgesetzt, wie z.B. das von Herrn Dr. Schweizer organisierte Oldtimertreffen in der Fußgängerzone, das 2018 bereits zum 2. Mal stattfinden wird. Während dieser Phase wurde auch das neue funktionale Logo der Stadt eingeführt und überall verwendet (Corporate Identity).

    Aus diesem Prozess wurde ebenfalls bereits ein Jahreseventkalender erstellt, der ab sofort sowohl als Printversion, als auch digital erhältlich ist. Zudem wird es in Zukunft einen Jahreskongress für Veranstalter geben.

    Im letzten Schritt wurde das Arbeitspapier verfasst, mit dem der Stadt für die nächsten 10-15 Jahre ein Leitfaden in die Hand gegeben wurde sich erfolgreich darzustellen, so Prof. Doderer.

    Professor Doderer sieht in Geislingen durchaus Potential, da die Stadt durch ihre Nähe zu Metropolen wie Stuttgart, der sie umgebenden Natur und Infrastruktur einiges zu bieten hat. Geislingen hat mit der WMF zudem ein Unternehmen in der Stadt das im bundesweiten Beliebtheitsranking unter den Top 10 angesiedelt ist. Dies und das man eine Hochschulstadt ist, sollte man durchaus zur Eigenwerbung nutzen.

    OB Dehmer sieht gerade auch im touristischen Bereich großes Potential und ist überzeugt davon, dass Geislingen gerade in diesem Bereich noch zulegen kann, dort aber erst am Anfang steht. Die Ansprüche seien heute jedoch höher, z.B. werden gut ausgebaute und ausgeschilderte Rad- und Wanderwege erwartet. Durch den Anschluss an die Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf sei man hier jedoch auch gut aufgestellt.

    Auf die Frage ob für das Stadtmarketing in Zukunft eine extra Stelle eingerichtet werden würde, hielt sich der Oberbürgermeister noch bedeckt. Es werden die nötigen Ressourcen geschaffen. Wie dies genau aussehen wird werde zur rechten Zeit bekannt gegeben. Er hob nochmal hervor, dass Stadtmarketing nicht von der Verwaltung alleine bewältigt werden kann, dazu brauche es die Mitarbeit aller Institutionen und Bürger. Die Stadt sei offen für Ideen und bereit bei Interessanten Projekten unterstützend tätig zu werden. Dies müsste man individuell betrachten, ob die Stadt finanziell helfe, oder bei der Sponsorensuche behilflich sei oder ähnliches.

    Als Schlusswort bezeichnete Professor Doderer das Stadtmarketing als eine Suggestion - "Da geht was!". Man verkaufe sich zu gern unter wert, man solle durchaus auch positives hervorheben.

    Diesen Artikel teilen

    Über den Autor

    Kai Harth
    Ich bin 1971 geboren, verheiratet und habe 4 Kinder.
    Ich bin gelernter Kfz.-Mechaniker und habe 2002 erfolgreich meine Meisterprüfung als Kraftfahrzeug-Techniker-Meister abgelegt.
    Seit 2001 arbeite ich als technischer Redakteur.
    hollosch gefällt das.

Kommentare

Um Kommentare zu schreiben, musst Du Dich auf dieser Seite registrieren!
    1. Zur Zeit chatten keine Benutzer.

    Du hast nicht die erforderlichen Berechtigungen um den Chat zu nutzen.

    Zur Zeit chatten keine Benutzer.
    Chat [0]
    1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
      Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
      Information ausblenden