Quelle (Link)
http://www.swp.de/geislingen/lokales/geislingen/Rampen-und-Asphaltboden-des-Skateparks-beschaedigt;art5573,2672331
[FLOAT_RIGHT]Skatepark Asphaltschäden 230614.jpg [/FLOAT_RIGHT]Wer von der Stadtverwaltung überwacht den Aufbau des Frühlingsfestes? Diese Frage stellte Holger Schrag (Linke) am Mittwochnachmittag im Technischen Ausschuss des Gemeinderats. Hintergrund: Verantwortliche des Skatepark-Projekts bei der TVA-Halle klagten über erhebliche Schäden an der Anlage. Der Asphaltboden weise tiefe Furchen auf und Rampen seien lädiert worden. Zum Beweis dafür habe Makan Esfahlani vom Skatepark-Projekt entsprechende Fotos vorgelegt.

Außerdem sei die Anlage wieder mit Wohnwagen "zugebaut" worden und die Schausteller hätten sogar versucht, die Rampen zu verschieben.

Gerade was die Fahrbahn anbelange, habe die Stadtverwaltung in der Februar-Sitzung des Gemeinderats ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Asphaltbelag nicht für Schwerlastwagen ausgelegt sei. Schrag: "Jetzt stellt sich natürlich die Frage, warum die Schausteller mit ihren schweren Fahrzeugen und Fahrgeschäften trotzdem den Boden kaputt machen." Die Schäden rühren nach Meinung Schrags insbesondere von Schlauchkupplungen her, die mit schweren Fahrzeugen überrollt und in den Asphalt gedrückt wurden. Jugendliche Skater befürchteten, dass der Platz auch nach einer etwaigen Reparatur nicht mehr optimal befahrbar sein werde.

Schrag bemängelt weiter, dass ein Schwerlastwagen gegen die sogenannte "Fun Box" (Mittelrampe) gestoßen ist und sie vom Boden weggehoben hat - ohne dass sich der Fahrer darum gekümmert habe. Jugendliche hätten den Vorfall jedoch beobachtet. Schrag will wissen, wer dem Organisator Kritz und seinen Mitarbeitern "den Aufbau des Frühlingsfestes, die Befahrung der Asphaltfläche des Skateparks mit Schwerlastwagen und das Zustellen der Rampen" genehmigt hat und wer dies überwacht.

Als noch schlimmer wertet er die Art und Weise, wie Skater von einigen Schaustellern beleidigt worden seien. Auf den Hinweis eines Jugendlichen, das Befahren der Fläche sei nicht zulässig, habe man ihm gesagt, er solle "das Maul halten und sich verpissen." Ein anderer sei auf ähnliche Weise abgekanzelt worden. "Bei aller Toleranz für das Frühlingsfest", so Schrag, könne dies nicht geduldet werden. Eine Entschuldigung der Mitarbeiter bei den Jugendlichen sei das Mindeste.

Oberbürgermeister Wolfgang Amann nahm diese Hinweise dankbar auf. Man werde auf Organisator Kritz zugehen und ihn auffordern, die Schäden beheben zu lassen. Amann schloss sich Schrags Kritik an den Beleidigungen an: "Das geht gar nicht."

Stadtbaumeister Karl Vogelmann rettete die Ehre des Veranstalters: Bisher seien stets alle Schäden beseitigt worden. Gewiss hätten auch nicht Kritz-Mitarbeiter die Beleidigungen ausgesprochen. Bislang jedenfalls habe es mit dem Organisator nie Probleme gegeben.

Bilder: Makan Esfahlani