gemeinderat_in_bischofswerda_2014.jpg Auf seiner Informationsfahrt in die Partnerstadt Bischofswerda informierte sich der Geislinger Gemeinderat über die Entwicklung der Stadt in Sachsen. „Was wir an Beratung, fachlichen und rechtlichen Ratschlägen sowie Erfahrungen aus Geislingen mitbekommen und mitgenommen haben, ist eigentlich nicht mit Geld zu bezahlen“, war eine Aussage, die auch die Geislinger Verantwortlichen erfreute.
Bekanntlich fand im Januar 1990 der erste Besuch einer Delegation aus der damaligen DDR im Geislinger Rathaus statt. Der Gegenbesuch erfolgte dann bereits einen Monat später. Die offizielle Partnerschaft wurde im Juli des gleichen Jahres besiegelt.Ganz am Anfang stand die Unterstützung beim Aufbau der Verwaltung. Zum einen waren Geislinger Amtsleiter vor Ort, zum anderen kamen Bischofswerdaer Verantwortliche in die Fünftälerstadt, um sich vor Ort über den Arbeitsalltag und Arbeitsablauf in einer Großen Kreisstadt zu informieren. Damals war Bischofswerda noch Zentrum und Sitz des Landkreises BIW, der zunächst im Landkreis Kamenz aufging, der dann später mit dem Landkreis Bautzen zusammengelegt wurde.Manche Verwaltungseinrichtungen gingen dadurch verloren. Trotzdem gibt es in der Stadt mit mittlerweile noch rund 12 000 Einwohnern ein Krankenhaus, ein Gymnasium– beides in Trägerschaft des Landkreises – eine Geschäftsstelle des Jobcenters und der Agentur für Arbeit in Bautzen, die Sächsische Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung und in eigener Trägerschaft verschiedene Schulen und Kindertageseinrichtungen sowie weitere sonstige öffentliche Einrichtungen.Die im Umland befindlichen Ortsteile Belmsdorf, Geißmannsdorf mit Pickau, Schönbrunn, Neu-Schönbrunn und Kynitzsch sowie Großdrebnitz, Goldbach und Weickersdorf wurden überwiegend nach der Wende eingemeindet. Dass sich Bischofswerda nach der Wende gut entwickelt hat, davon konnte sich der Gemeinderat mit Oberbürgermeister Frank Dehmer bei einer Rundfahrt überzeugen. Mehrere Gewerbegebiete sind mittlerweile gut belegt, neue Wohngebiete wurden geschaffen und sind bebaut, bei der städtischen Wohnbau wurden die Gebäude und Wohnungen saniert und geben im wahrsten Sinne des Wortes ein sauberes Bild ab. Eine private Seniorenwohnanlage gehört ebenso zum Stadtbild wie ein kommunales Freibad, eine Bücherei und ein kleiner Zoo, ebenfalls in Trägerschaft der Stadt. Besondere Eindrücke nahmen die Geislinger aus dem neu gestalteten Bürgeramt und dem neuen Ratsaal mit nach Hause, Einrichtungen, die in dieser Form in der Fünftälerstadt fehlen.Während des Aufenthalts wurden die Geislinger von Oberbürgermeister Erler, der schon damals die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet hatte, und den Herren Joachim Clemens und Hartmut Schar begleitet, letzterer führte die Geislinger Verantwortlichen auch in die touristisch gut erschlossene Umgebung Bischofswerdas. Der Erfahrungsaustausch und viele informelle Gespräche mit Vertretern des Gemeinderats und der Verwaltung rundeten die Informationsreise ab.Nächstes Jahr wird zum 25. Jubiläum der Partnerschaft der Bischofswerdaer Gemeinderat zu einem Besuch in der Fünftälerstadt erwartet.Text und Foto: Bernd Pawlak

Die Geislinger Zeitung schreibt am 09. Oktober 2014 aufgrund der Pressemitteilung der Stadt Geislingen:

Gemeinderäte überrascht

Eine Fahrt in die Partnerstadt Bischofswerda unternahm jüngst der Geislinger Gemeinderat. Er informierte sich über die Entwicklung der Stadt in Sachsen.Die Geislinger Gemeinderäte sahen sich jüngst in der sächsischen Partnerstadt Bischofswerda um und waren über die Entwicklungen dort überrascht. Mehrere Gewerbegebiete sind mittlerweile gut belegt, neue Wohngebiete wurden geschaffen und sind bebaut, bei der städtischen Wohnbau wurden die Gebäude und Wohnungen saniert und geben im wahrsten Sinne des Wortes ein sauberes Bild ab. Eine private Seniorenwohnanlage gehört ebenso zum Stadtbild wie ein kommunales Freibad, eine Bücherei und ein kleiner Zoo, ebenfalls in Trägerschaft der Stadt.Besondere Eindrücke nahmen die Geislinger aus dem neu gestalteten Bürgeramt und dem neuen Ratssaal mit nach Hause, Einrichtungen, die in dieser Form in der Fünftälerstadt fehlen.Die im Umland befindlichen Ortsteile Belmsdorf, Geißmannsdorf mit Pickau, Schönbrunn, Neu-Schönbrunn und Kynitzsch sowie Großdrebnitz, Goldbach und Weickersdorf wurden überwiegend nach der Wende eingemeindet.Während des Aufenthalts wurden die Geislinger von Oberbürgermeister Erler, der schon damals die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet hatte und von Joachim Clemens sowie Hartmut Schar begleitet; Letzterer führte die Geislinger Verantwortlichen auch in die touristisch gut erschlossene Umgebung Bischofswerdas.Besonders erfreut waren die Geislinger zu hören: "Was wir an Beratung, fachlichen und rechtlichen Ratschlägen sowie Erfahrungen aus Geislingen mitbekommen und mitgenommen haben ist eigentlich nicht mit Geld zu bezahlen". Im Januar 1990 fand der erste Besuch einer Delegation aus der DDR im Geislinger Rathaus statt. Der Gegenbesuch erfolgte dann bereits einen Monat später. Die offizielle Partnerschaft wurde im Juli des gleichen Jahres besiegelt.Ganz am Anfang stand die Unterstützung beim Aufbau der Verwaltung. Zum einen waren Geislinger Amtsleiter vor Ort, zum anderen kamen Bischofswerdaer Verantwortliche in die Fünftälerstadt, um sich vor Ort über den Arbeitsalltag und Arbeitsablauf in einer Großen Kreisstadt zu informieren. Damals war Bischofswerda noch Zentrum und Sitz des Landkreises Bischofswerda, der zunächst im Landkreis Kamenz aufging und später mit dem Landkreis Bautzen zusammengelegt wurde.Manche Verwaltungseinrichtungen gingen dadurch verloren. Trotzdem verfügt die Stadt mit noch rund 12 000 Einwohnern über ein Krankenhaus, ein Gymnasium - beides in Trägerschaft des Landkreises, eine Geschäftsstelle des Jobcenters und der Agentur für Arbeit in Bautzen, die Sächsische Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung und in eigener Trägerschaft über verschiedene Schulen und Kindertageseinrichtungen sowie weitere sonstige öffentliche Einrichtungen.Der Erfahrungsaustausch und viele informelle Gespräche mit Vertretern des Gemeinderats und der Verwaltung rundeten die Informationsreise ab. Nächstes Jahr wird zum 25-jährigen Bestehen der Partnerschaft der Bischofswerdaer Gemeinderat zu einem Besuch in der Fünftälerstadt erwartet.