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Stadtverwaltung Geislingen
2015-Montceau-les-mines-2.jpg Dieser Besuch war gleichzeitig auch das erste Treffen der politischen Vertreterinnen und Vertreter nach den Neuwahlen der Gemeinderäte und Oberbürgermeister in beiden Städten. Im Rahmen der Begegnungen wurden Gedanken zu zukünftigen Möglichkeiten der Städtepartnerschaft ausgetauscht.
Bereits am ersten Tag, nach der Ankunft der Geislinger Delegation in Montceau-les-Mines, wurde während eines Abendessens von beiden Stadtoberhäuptern auf die Wichtigkeit der Städtepartnerschaften für die Völkerverständigung als Basis des Friedens hingewiesen. Allerdings wurde auch festgestellt, dass die früher sehr beliebten Begegnungen im Rahmen von Schüleraustauschen leider in den letzten Jahren eingeschlafen sind. Gerade diese Begegnungen von Kindern und Jugendlichen führen aber oft zu dauerhaften Freundschaften und weiteren Beziehungen zwischen Vereinen und Organisationen. Ziel sollte es sein hier neue Versuche zu unternehmen, um dies zu ermöglichen.

2015-Montceau-les-mines-20.jpg Am Samstag wurde im Rahmen des Festival "Tango, Swing und Bretelles" von der Oberbürgermeisterin Marie-Claude Jarrot, assistiert von OB Dehmer, am Stand der Städtepartnerschaft das mitgebrachte Bierfass aus Geislingen angestochen. Nach 22 Schlägen floss der Gerstensaft und die französischen Gäste genossen das Bier der Kaiser Brauerei zu Grieben und Austern. Am Nachmittag wurden das Kulturzentrum besichtigt, welches in den ehemaligen Werkstätten der Bergarbeiter entwickelt wurde. Musikschule, Mediathek und verschiedene Veranstaltungsräume bieten hier viel Platz für kulturelle Begegnungen und Informationen auf breiter Basis. Ein Besuch der Geislinger Linde, die 1993 bei der Gründung der Partnerschaft gepflanzt wurde, rundete den Nachmittag ab, bevor der Abend mit einem Konzertbesuch seinen Ausklang fand.

2015-Montceau-les-mines-53.jpg Bereits am frühen Morgen trafen sich die Vertreterinnen und Vertreter der Partnerschaftsausschüsse beider Städte und Vertreter des Stadtparlaments aus Montceau am Sonntag im Rathaus. Auch der Chef von WMF Frankreich, Serge Step, ein guter Bekannter der Montceauer Oberbürgermeisterin, war gekommen. Auf Wunsch von Frau Jarrot war ein Schwerpunkt der Austausch über die Wirtschaft in den beiden Partnerstädten und die Möglichkeiten, die sich im Rahmen von Praktika oder Volontariaten ergeben könnten. Der Einblick in die jeweils anderen Unternehmenskulturen könnte für die Beteiligten interessant sein und eine Möglichkeit bieten, das Interesse an der Partnerschaft zu wecken. Aber auch Optionen zur Wiederbelebung der Begegnungen von Jugendlichen standen auf der Tagesordnung. Ein gemeinsamer Besuch von französischen und deutschen Jugendlichen in Verdun im nächsten Jahr könnte eine Möglichkeit sein. Aber auch die Wiederbelebung der Schüleraustausche wurde angesprochen. Großes Interesse zeigten hier der (deutsch sprechende) Schulleiter und eine Deutschlehrerin des Collège Saint Gilbert, die eigens deswegen gekommen waren. Von ihrer Seite bestünde großes Interesse an Austauschmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler.
In den drei Tagen wurden viele Ansätze diskutiert und Ideen besprochen, die für die Beziehung zwischen den beiden Städten förderlich sein könnten. Nun gilt es in beiden Städten entsprechende Schritte zu tun, damit bis zum 25. Jubiläum der Städtepartnerschaft im Jahr 2018 wieder neuer Schwung in diese kommen wird und um bei Schulen und Geislinger Firmen auf offene Ohren zu stoßen und engagierte Mitstreiter zu finden.