Quelle (Link)
http://www.die-linke-goeppingen.de/index.php?id=1889&tx_ttnews%5btt_news%5d=18961&tx_ttnews%5bbackPid%5d=1894&cHash=db341af07a
Originalautor
René Niess, medienpolitischer Sprecher
Die LINKE. im Kreis hätte sich gewünscht, dass Stadtrat Holger Schrag auch als Parteiloser, der mit einem Wahlvorschlag der Partei DIE LINKE. vor zwei Jahren in das Geislinger Stadtparlament einzog, zumindest ansatzweise dokumentiert, dass er für DIE LINKE. im Stadtrat sitzt.

Die Zusammenarbeit mit Parteilosen ist in unserer Partei selbstverständlich und üblich, ja geradezu gewünscht, wenn sich in dieser Zusammenarbeit ein Mindestmaß an "Linker Politik" auch öffentlich, im Sinne der Partei DIE LINKE., wahrnehmen lässt.

DIE LINKE will im Kreisgebiet und in einer so wichtigen Stadt wie Geislingen, vertreten sein. Wir müssen allerdings akzeptieren, sowohl in Respekt vor seiner Person und natürlich auch seiner persönlichen Mandatsarbeit, dass Herr Stadtrat Holger Schrag dazu nicht bereit ist.

Es ist selbstverständlich sein gutes Recht, das Mandat zu behalten. Wir hadern in keinem Fall mit seiner Entscheidung, unserer Bitte um Mandatsrückabe an unsere Partei, nicht nachzukommen. Ganz im Gegenteil, in Respekt vor seiner Person und der bisher von ihm geleisteten kommunalen Arbeit, können wir diese Entscheidung nicht nur akzeptieren, sondern auch verstehen. Im Interesse unser Partei hielten und halten wir allerdings den Versuch, ihn um eine Rückgabe seines Mandates, zu Gunsten eines Vertreters/Vertreterin der LINKEN, zu bitten, für legitim.

Wir, der Kreisvorstand der LINKEN, müssen aber an die Zukunft der Kreispartei und somit an die Kummunalwahl 2019 denken. Da muss es uns gelingen, ein Mandat für DIE LINKE. zu erringen. DIE LINKE will im Stadtrat in Geislingen vertreten sein, sonst brauchen wir nicht mit einer Liste der Linkspartei anzutreten. Die Vergangenheit und Gegenwart hat bewiesen, dass dies mit einer gemeinsamen Zusammenarbeit zwischen Holger Schrag und uns nicht umsetzbar ist.

Ein fairer Umgang macht es deshalb zwingend notwendig, dieser Tatsache Rechnung zu tragen und für die Zukunft, im Interesse aller Beteiligten, eine klare Ausgangssituation für 2019 zu schaffen.

Der Kreisvorstand hat deshalb, gemäß der hierfür üblichen Vorgehensweise in unserer Partei, beschlossen, die Beendigung der Zusammenarbeit mit Herrn Stadtrat Holger Schrag, mit sofortiger Wirkung, öffentlich zu erklären.

Somit hat Herr Stadtrat Schrag und wir nun 3 Jahre Zeit sich für 2019 neu aufzustellen. (Schreiben an Oberbürgermeister Dehmer im Anhang)

Der Kreisvorstand der Partei DIE LINKE. sieht in einer respektvollen Trennung den anständigeren und ehrlicheren Weg zum Wohle aller Beteiligten. Wir möchten dennoch an dieser Stelle Herrn Stadtrat Holger Schrag für seine Arbeit danken.

Göppingen & Geislingen, den 15. Juni 2016

Mit freundlichem Gruß

René Niess
Medienpolitischer Sprecher