Das kleine, feine Filmfestival geht bereits in die dritte Auflage!
Auf der Suche nach Filmen stellte sich heraus, dass das Angebot zum Thema Umwelt riesig, ergreifend und aufwühlend ist. Wie der von Gier getriebene Mensch sich selbst und seine Umwelt schändet und ausbeutet – das ist der verbindende Gedanke, der rote Faden, der die vier ausgewählten Filme miteinander verbindet. So sind die 3. Geislinger DokuFilmTage unserer aller Mutter gewidmet – der Erde.

Die Dokumentarfilme zeigen, wie unser alltägliches Verhalten zu Hause mit dem Leben anderer zusammenhängt. Für kurze Zeit tauchen wir in fremde Lebenswelten ein und der Blick auf das eigene Dasein verändert sich. Ursache und Wirkung werden verknüpft.
Vier Filme an vier Tagen an vier verschiedenen Veranstaltungsorten – das ist das Konzept der Geislinger DokuFilmTage. Und zum Konzept gehört auch, im Anschluss an jede Filmaufführung mit den Filmemachern die angesprochenen Themen und den jeweiligen Film zu erörtern.
All das bieten auch die 3. Geislinger DokuFilmTage, die vom 6. bis 9. April 2016 stattfinden.

6. April 2016, 19.30 Uhr, Gloria Kino
La Buena Vida - Das gute Leben
Der mit dem Bayerischen Filmpreis 2016 ausgezeichnete Film erzählt die Geschichte der kolumbianischen Dorfgemeinschaft Tamaquito, deren Lebensgrundlage durch den Kohleabbau in der nahegelegenen Mine zerstört wird. Sie beginnen den Kampf um ihr Leben in den Wäldern, der schon bald zum Existenzkampf wird.




7. April 2016, 19.30 Uhr, Rätsche im Schlachthof
Der letzte Raubzug
Sowohl die Elefanten- als auch die Nashorn-Population sind wegen Wilderei akut vom Aussterben bedroht. Der Film führt von den Schlachtfeldern in Kenia und Südafrika zu den Konsumenten in Vietnam und China. Der mehrfach ausgezeichnete Film untersucht die tödlichen Mechanismen des Welthandels mit Elfenbein und Horn, zeigt die Verbindungen zu Terrorgruppen und erklärt, wer die Kunden sind, was die Nachfrage anheizt und was getan werden kann, um das Schlachten zu beenden.



8. April 2016, 19.30 Uhr, Stadtbücherei Geislingen
Agrokalypse - Der Tag an dem das Gensoja kam
Brasilien ist einer der größten Sojaproduzenten der Welt. Die brasilianischen Farmer setzen dabei fast ausschließlich auf gentechnisch verändertes Soja. Doch dort, wo heute das Futter für das tägliche Steak wächst, ist das Volk der Guaraní-Kaiowá – Brasiliens größte indigene Ethnie – seit jeher zu Hause. Der Film porträtiert das Engagement des Tofu-Pioniers Wolfgang Heck und die prekäre Situation der Guaraní-Kaiowá.



9. April 2016, 19.30 Uhr, Seemühle
Bottled Life
Während die Weltbevölkerung rasant wächst, wird sauberes Wasser immer mehr zu Mangelware. Der Film dokumentiert das boomende Geschäft mit dem Trinkwasser in der Flasche und fokussiert dabei ganz auf den Branchenführer: den Schweizer Nestlé-Konzern.




Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Viele Grüße
Christiane Profes-Kauderer
(Geislinger Literaturnetzwerk e.V.)