Wie die Scherben den Weltrekord verpassten

Veröffentlicht von hl10, 25. Februar 2017 | | |
  1. Brennnesseln und andere Scherben

    Die Scherbe, eher aber 'ne' Scherbe. Wenn man die Scherbe sagt dann denkt man doch, es geht um die Scherbe die einem den Finger oder Reifen aufschlitzt o,ä..
    Es blieb aber nicht bei der Scherbe sondern 'ne' Scherbe die mir bei der Gartenarbeit auffiel. Mich veranlasste meine Hacke beiseite zu legen um den Störenfried vollends aus der Erde zu pulen. Kaum weiter gehackt klackerte es hell im Boden, wo ich am Brennnesselziehen war.

    Jeder der nur annähernd sich dran versucht hat, ohne Chemie dem Brennnesselwuchs im Garten Einhalt zu gebieten, kennt die meterlangen, saftig gelb verzweigten Wurzelstränge der Brennnessel! Und ganz ehrlich, jedes Mal packt einen der Ehrgeiz seinen eigens aufgestellten Weltrekord 'der längsten Brennnesselwurzel' zu knacken. Nur diesmal knackte was anderes unter meiner Hacke.

    Wieder holte ich eine Scherbe aus dem Erdreich.

    Na ja und wie ich so mit meinen behandschuhten Fingern zuerst vermutete, es handelt sich hier um ein Abwasser- ( ekliger ausgedrückt so ein) Rohr für unsere Hinterlassenschaften die sich ein bis mehrere Male am Tag von uns per Tastendruck verabschieden, vor mir liegen zu haben.

    Aber weit gefehlt, denn im Laufe des Tages und einigen Metern umgewälztem Erdreich, einem angewachsenen Haufen von gleich aussehenden Bruchstücken, hielt ich plötzlich eine intakte Scherbe, die Ausschütt/Einfüllöffnung in der Hand. Endlich ergaben die Fundstücke eine Form.

    Es handelt sich um ein Gefäß!

    Mittlerweile tief im Innern meines Gehirns im Bereich der Erinnerung, tauchten Bilder auf, daß ich irgendwann schon solche Bruchstücke entnervt in den Hausmüll, vielleicht aber auch auf meiner hauseigenen Miste, entsorgt habe. Es handelte sich dabei, wie mir jetzt erst bewußt wurde um den Gefäßboden. Nichtsdestotrotz schnappte ich mir den eigens für Klebearbeiten vergangener Zeiten UHU und machte mich an das Scherbenpuzzle.

    Das Ergebnis ein halb fertiges Gefäß.

    Was es ist, welchen Zweck es erfüllte, ich weiß es nicht. Ich finde es trotzdem interessant und hoffe das man früher nicht durch einen Trichter in dieses Gefäß gesch..... hat.
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Kommentare

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  1. hl10
    Wenn ich jetzt noch erzähle, daß die Fundstelle unterhalb des Ödenturms ist, wird es noch aufregender - also für mich und meine Phantasie - aber nicht für den städtisch Beauftragten, der winkt ab und nennt das Ganze 'Schutthalde'.
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    2. hollosch
      Ok, das stimmt...
      Vielleicht kann der Kunst- und Geschichtsverein weiterhelfen ?
      Aber über kurz oder lang wirst wohl über H. Gruber stolpern bei dem Thema...
    3. hl10
      Ich muss nicht über Ihn stolpern, denn ich habe Ihn schon mal in seinem Büro mit meinen Scherben usw besucht. Er hat zwei drei Exemplare behalten und wollte diese im Heimatmuseum ausstellen. Damals machte er diese Äusserung, mit Schutthalde!
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    4. hollosch
      Und wie wäre es mit einem Archäologe? Der Landkreis hat da glaub sogar auch ein Amt...
  2. Mandarine
    Cool! Wie aufregend, wenn aus dem eigenen Garten eine kleine Ausgrabungsstätte wird. :) Wäre spannend zu erfahren, was es genau mit dem Gefäß auf sich hat....
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