Stammtisch der Grünen im Helfensteiner Land: Thema - Sicherheitslage in Geislingen

Der Ortsverband Helfensteiner Land der Grünen lädt zum Stammtisch zur aktuellen Sicherheitslage mit dem Revierleiter des Geislinger Polizeireviers...
  1. Kai Harth
    Veröffentlicht von Kai Harth, 14. November 2016 | |
    Der Ortsverband Helfensteiner Land der Grünen lädt zum Stammtisch zur aktuellen Sicherheitslage mit dem Revierleiter des Geislinger Polizeireviers Polizeioberrat Jens Rügner

    Weit mehr als 50 interessierte Besucher, darunter viele Jugendliche und Jugendvertreter, folgten der Einladung und nutzten die Chance sich über die aktuelle Sicherheitslage in Geislingen zu informieren und mit Polizeioberrat Rügner speziell zu den momentanen Schwerpunktthemen "Raser- und Tuning-Szene" und "Jugend- und Szenetreffs" in den Dialog zu treten.

    Bevor Jens Rügner zu den Statistiken des Jahres 2015 einging, informierte er zunächst über die Strukturen des Geislinger Polizeireviers und dessen Einzugsgebiet. Dabei wurde von ihm betont, dass es ihm ein großes Anliegen sei, dass die Geislinger Polizei von den Bürgern als Bürgerpolizei wahrgenommen wird, die ein offenes Ohr für die Anliegen und Probleme der Bürger hat.

    Mit der Aussage "Wir leben in Geislingen sicher" begann Herr Rügner dann seine Ausführungen zur Statistik des Jahres 2015. Zwar habe in Geislingen die Anzahl der Straftaten mit einem Zuwachs von 1,3 % leicht zugenommen, liege aber im Vergleich zum Zuwachs im Bereich des Polizeipräsidium Ulm von 7,3 % deutlich darunter. Dies lässt sich durch einen Anstieg der begangenen Ladendiebstähle erklären. Auch ein Anstieg im Bereich der Einbruchsdelikte sei zu verspüren, allerdings vermehrt bei Einbrüchen im gewerblichen Bereich, die Anzahl der Wohnungseinbrüche sei sogar um 7 % gesunken. Auch Straftaten von Asylsuchenden seien in Geislingen kein Problem. In Geislingen wurden 39 Delikte registriert, diese sind meist Verstöße gegen das Ausländerrecht, sowie Ladendiebstählen, Schwarzfahren und vereinzelt Tätlichkeiten untereinander. Probleme gäbe es derzeit mit Rasern und illegal getunten Fahrzeugen sowie mit Ruhestörungen und Pöbeleien im Bereich der bekannten Jugend- und Szenetreffs. Diese Punkte sind aktuell auch die Schwerpunktthemen die angegangen wurden und weiterhin angegangen werden.

    Diese beiden Schwerpunktthemen waren auch Mittelpunkt der anschließenden Diskussion. Kritisiert wurde seitens Jugendlicher und Jugendvertretern die teilweise harte Vorgehensweise der Beamten, speziell auch bei den Durchsuchungen während der Kontrollen der bekannten Szenetreffs. Diese Vorgehensweise rechtfertigte Jens Rügner durch Erkenntnisse aus Vorermittlungen und den daraus resultierenden Maßnahmen zum Eigenschutz. Er sei sich sicher, dass das Vorgehen durchaus seine Richtigkeit hätte, er aber durchaus bereit sei den einen oder anderen Fall nochmals näher zu betrachten. Auch die ausgesprochenen Platzverweise wurden vom Publikum angesprochen und das diese zumindest in einigen Fällen nicht ganz nachzuvollziehen wären. Da sich die Platzverweise auf alle städtischen Einrichtungen beziehen, wäre es den Jugendlichen nicht mehr möglich mit den Sozialarbeiter usw. zu treffen und ihnen wären die Wege zur Hilfe verschlossen. Herr Rügner wies darauf hin, das die Platzverweise vom Ordnungsamt ausgesprochen würden, er aber durchaus bereit wäre sich mit diesem Thema nochmals zu beschäftigen. Dennoch sei er der Meinung, dass diese Platzverweise durchaus berechtigt seien.

    Im Bereich der "Raser- und Tuning-Szene" wurden bei den vergangenen Kontrollen 3700 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt und allein 20 Fahrzeuge mussten vorübergehend aus dem Verkehr gezogen werden. Alleine diese Zahlen machen deutlich, dass dies weiterhin ein Schwerpunktthema bleiben werde. Dennoch war es Herrn Rügner wichtig, deutlich zu machen, dass die Geislinger Polizei keinesfalls etwas gegen legales Tuning habe und das die illegal getunten Fahrzeuge die Ausnahme seien.

    Zum Abschluss der Diskussionsrunde wurde von Herrn Rügner nochmals darauf hingewiesen, dass er jederzeit zum Dialog bereit sei und die Anliegen der Betroffenen durchaus gehört werden. Er betonte nochmals, dass er den Jugendlichen in Geislingen durchaus ein "gutes" Zeugnis" austellen könne.

    Im Anschluss an den offiziellen Teil war Herr Rügner bereit, sich weiter den Fragen der Besucher zu stellen. Dies wurde auch ausgiebig seitens der Besucher genutzt.

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    Über den Autor

    Kai Harth
    Ich bin 1971 geboren, verheiratet und habe 4 Kinder.
    Ich bin gelernter Kfz.-Mechaniker und habe 2002 erfolgreich meine Meisterprüfung als Kraftfahrzeug-Techniker-Meister abgelegt.
    Seit 2001 arbeite ich als technischer Redakteur.
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